Tour von Bad Gastein nach Grado

Die Tour von Bad Gastein nach Grado führt über Mallnitz-Obervellach, Spittal an der Drau, Villach, Tarvisio, Pontebba, Moggio Udinese, Venzone, Gemona del Friuli, Udine, Palmanova, Cevignalo del Friuli und Aquileia und erstreckt sich über eine Länge von 250 km. Die Rückreise startete mit dem Zug von Cevignalo del Friuli, da Grado keinen Bahnanschluß hat.

Etappe Bad Gastein nach Möllbrücke 27,6 km

Bei schönem Wetter starten wir mit der Tauern-Bahn von Bad Gastein durch den Tauerntunnel nach Mallnitz-Obervellach. Dort empfangen wir unsere Fahrräder. Wir biegen kurz hinter dem Bahnhof links ab Richtung Dösental. Ein kurzer unbefestigter Weg bringt uns zum Dösenbach. Ein wunderschöner Ausblick belohnt uns für die Entscheidung für diese Strecke. Auf der ehemaligen Bahntrasse gelangen wir zum Bahnhof Kaponing. Für ein Rennradtour ist diese Strecke nicht zu empfehlen, da es auch einige Schotterabschnitte gibt. Gute Bremsen und Fahrgeschick sind erforderlich, da es nun kurvenreich bergab geht bis zur Bundesstrasse B 106. Wir passieren Obervellach, Oberkolbnitz und übernachten in Möllbrücke. Hier begrüßt uns die Burgruine Feldsberg und für Naturfreunde empfiehlt sich ein Bad im Fluss oder Teich.

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Etappe Möllbrücke nach Villach 52,1 km

Der Tag der Weiterreise nach Villach beginnt mit starkem Regen. Wir fahren nun auf dem Drauradweg, kommen am abgeschiedenen Schloss Drauhof vorbei und erreichen nach 13 km Regenfahrt Spittal an der Drau. In Spittal ist das Museum, mit einer der größten Sammlungen des Alpenraumes, interessant. Vom Berg Goldeck ( 2.142 m) hat der Besucher einen wunderschönen Ausblick auf Spittal, den Großglockner, den Millstätter See und bis zum Wörther See. Den Berg kann man von Mitte Juni bis Mitte September mit der Goldeck-Seilbahn erreichen. Kurz vor Mauthbrücken erreicht der, nicht durchgehend asphaltierte, Radweg die Drau und wir wechseln zweimal das Flussufer. Villach begrüßt uns bei sonnigem Wetter und wir suchen unsere Unterkunft, das Hotel Mosser, unweit vom Hauptbahnhof, auf.

Villach hat einen, aus dem 12. Jahrhundert datierten, großzügig angelegten Straßenplatz, der von schmalen Gassen unterbrochen wird. Es gibt ein Thermalbad und sehenswerte Naturdenkmäler in der Umgebung; der Maibachl (natürliches Quellbecken, Moore und das Eggerloch (große Höhle im Kalkfels). Villach ist touristisch sehr gut aufgebaut, hat einige Theaterbühnen und verfügt über das kleinste Theater der Welt.

Mit Ausnahme des Hauptplatzes ist das Radfahren in der ganzen Stadt möglich.

Etappe Villach nach Tarvisio 29,6 km

Vom Hotel Mosser fahren wir an die Drau bis zur Friedensbrücke, überqueren die Drau unterhalb der Fahrbahn und weiter geht es auf dem Radweg neben der Technologieparkstraße und weiter entlang des Flußufers der Gail. Beim Radlertreff „Gailstüberl“ überqueren wir die Gail und kommen nach Erlendorf. Hinter Arnoldstein fahren wir 1,5 km auf der Bundesstraße und bis Thörl-Maglern haben wir ca. 150 Höhenmeter überwunden.

In Thörl-Maglern fahren wir bis zum Grenzübergang und halten Ausschau nach der Zufahrt zum Alpe Adria Radweg. Am Berghang rechts ist in großen Buchstaben der Alpe Adria Radweg gekennzeichnet, wir fahren hinaus und weiter auf der alten Bahntrasse. Wir folgen dem Straßenverlauf durch Coaccau di Sotto, weiter geht es bergauf, an Felswänden vorbei und der Radweg führt uns vorbei am alten Bahnhof direkt ins Zentrum von Tarvisio, in der Region Friaul-Julisch Venetien. Im Hotel Edelhof, ein Hotel mit sehr schönem Ambiente, verweilen wir einige Tage.

Etappe Tarvisio nach Moggio Udinese  48,2 km

Tarvisio nach Moggio Udinese

Durch das Val Canale / Kanaltal fahren wir bis Camporosso in Valcanale. Bei der Seilbahnstation passieren wir ein großes Holztor mit elektronischem Zählwerk - es zeigt bereits 88882 Radler an (Stand 2015), die das Tor passiert haben. Hinter Valbruna führt der Radweg auf der alten Bahntrasse an Ugovizza vorbei und wir achten auf mögliche Schmelwasserbachbette, die in der Regel im Sommer selten ein Hindernis sind. Es befinden sich Bahntunnel sind auf der Strecke, die nicht immer beleuchtet sind und einige Streckenabschnitte sind grob gekiest.

Wir lassen Malborghetto hinter uns, überqueren den Fluss Fella und durchfahren hinter Bagni di Lusnizza erneut einen Tunnel. Bei Laglesie San Leopoldo überwinden wir ein Brückengewirr an der Autobahn, fahren am großen Bahnhofsgelände von Pontebba vorbei und auf der Via Roma durch den Ort. Es geht stark bergauf und weiter auf dem ausgebauten Ciclovia Alpe Adria. Hinter Pietratagliata schieben wir das Rad einige Steinstufen in einer Rinne hoch, fahren an zwei Tunneln vorbei, schieben dann erneut einige Stufen hoch und gelangen wieder auf den ausgebauten Radweg. Der nächste Tunnel ist nicht beleuchtet und weitere Tunnelerlebnisse halten uns wach und munter. Den Fluss Fella überqueren wir auf einer alten Eisenbahnbrücke. Bei Dogna genießen wir einen herrlichen Blick auf das Tal, passieren Chiusaforte, Resiutta und der Radweg endet abrupt kurz vor Moggio Udinese. Hier geht es noch einmal etwas bergan und Übernachtung ist im Lion Bianco, ein beliebtes Radler- und Bikerhotel am Piazza Uffici. Abends, bei einem Radlersteak, fragt mich die Wirtin bei jedem Vorbeigehen an meinem Tisch: „Schmeckt´s?“. Ich gebe ihr die Adresse zum passenden Loriot-Video bei YouTube.

Etappe Moggio Udinese nach Udine  49,8 km

Vom Leon Bianco geht es bergab und wir halten uns rechts in Richtung Capiolo. Hinter dem Ort endet erst einmal der Asphaltweg und es geht auf Kies weiter durch zwei Tunnel, der zweite hat einige Schlaglöcher. Die Strecke mutet teilweise etwas abenteuerlich an, ist aber landschaftlich sehr interessant.

Wir lassen Piani, Portis und Portis Vecchiio hinter uns und kommen nach Venzone. Diesen Ort sollte der Reisende auf keinen Fall versäumen, es ist sehr pittoresk, aber keineswegs überlaufen.

Von Udine aus machen wir einen Tagesausflug mit der Bahn nach Venedig

Etappe Udine nach Grado 50,2 km

Am frühen Morgen starten wir von unsere Unterkunft B&B und verlassen das Stadtgebiet Es geht nun kontinuierlich leicht bergab auf der Via Julia Augusta. WIr gelangen nach Pradamo, Pavia di Udine,S. Maria la Longa und erreichen Palmanova. Palmanova war einst Festungsstadt für die Republik Venedig. Die Stadt weist breite Straßen auf und es existieren noch drei große Stadttore. Die äußeren drei Festungsringe bilden eine Stern mit 9 Zacken.

Es geht weiter auf einem straßenbegleitenden Radweg und in Cervignano del Friuli machen wir am Bahnhof halt, um die Fahrkarten für die Rückfahrt nach Villach zu kaufen. Es geht auf einem Radweg weiter bis zur ehemaligen Hafenstadt Aquileia. Aquileia war eine große und wichtige Stadt in der Römerzeit. Hier sind Reste aus der Römerzeit zu besichtigen: Ein Forum, Reste von Häusern, Grabstätten und dem ehemaligen Hafen.

Nach wenigen Kilometern erreichen wir einen Damm der nach Grado führt. Der Radweg ist durch Leitplanken geschützt neben der Straße angelegt und führt zum Hafen von Grado. Über das örtliche Touristenbüro lassen wir uns eine Unterkunft empfehlen.

Grado war Römerstadt, gehörte zur Republik Venedig, war unter Habsburger Herrschaft und wurde 1892 unter Kaiser Franz Josef I. zu, k.u.k. Seebad Grado ausgebaut. Die Durchschnittstemperatur beträgt 13,6 ° C. Flora und Fauna ist vielfältig, über 150 verschiedene Vogelarten sind zu finden undzahlreiche Muschel- und Fischarten sind hier heimisch.

​© 2023 STREET LIFE. Erstellt mit Wix.com.

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