​© 2023 STREET LIFE. Erstellt mit Wix.com.

  • Facebook Clean
  • Twitter Clean
  • Flickr Clean
  • Instagram Clean

Donauradweg Passau nach Wien 363 km

Der Donauradweg ist ein Radfernweg, der auf einer Strecke von etwa 2850 km von der Quelle der Donau bis zu deren Mündung ins Schwarze Meer führt. Er führt dabei durch Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien und Rumänien.

Der Donauradweg zählt zu den schönsten Radrouten Europas. Auf den ehemaligen Treidelpfaden radelt man eben und großteils verkehrsfrei bis zur  Kulturmetropole Wien. Radler passieren auf dem Radweg Aulandschaften, kleine Weinbauorte oder prächtige Städte wie Passau, Linz oder Wien. Wir hatten uns 2015 für die Strecke Passau nach Wien entschieden.

Passau - Die Dreiflüssestadt

Verspätet kommen wir ca. 23:30 Uhr mit dem Zug in Passau an und müssen den Weg aus dem Bahnhof finden, da gerade gebaut wird. Auf dem Smartphonenavi haben wir die Adresse des IBB-Hotels Passau-Süd schnell gefunden und lassen uns lotsen. Es geht etwas bergan und nach 30 Minuten sind wir am Hotel angekommen. Die nächsten Tag werden die Sehenswürdigkeiten der Stadt erkundet.

Hier in Passaus Dreiflüsseeck kommen von Norden die schwarze Ilz, von Westen die blaue Donau und von Süden der grüne Inn zusammen. Mit 2800 km Länge ist die Donau nach der Wolga der zweitgrößte Strom Europas. Sie entspringt im Schwarzwald. Der Inn entspringt in den Alpen der Schweiz. Seine grüne Färbung verdankt er dem Gletscherschmelzwasser der Alpen. Die Ilz entspringt im bayerisch-bömischen Grenzwaldgebiet und wird auch "schwarze Perle des Bayerischen Waldes" genannt. Ihre sehr dunkle Farbe und auch das Vorkommen der seltenen Flussperlmuschel spielen dabei eine Rolle.

Ein Rundgang durch Passaus Altstadt, ein Besuch der Museen und eine Schffahrt auf der Donau lassen wir uns nicht entgehen.  Ein Imbiss im Altstadtbeisl (Beisl = Kneipe) am Residenzplatz und ein Spaziergang an der Donau sind zu empfehlen.

Etappe Passau nach Linz

Frühmorgens geht es los durch die Passauer Innenstadt. Wir passieren die Luitpoldbrücke, überqueren die Ilz, bezwingen einen kleinen Berg und erreichen den Donauradweg. Es geht linksufrig entlang am Naturschutzgebiet Donauleiten. Hier hat sich die Donau bis zu 300 Meter in das harte Gestein der Mittekgebirge eingetieft. Laub und Mischwälder bedecken das Gebiet, das in den steilsten Partien bizarre Felsbastionen aufweist. Die Reptilienfauna ist landesweit einzigartig. Smaragdeidechse und Äskulapnatter sind hier ansässig.

Es geht in Erlau über einen kleinen Bach auf Flussniveau dicht unter dem Hang weiter nach Obernzell. Der Ort ist bekannt für die Graphitherstellung, die letzte Schmelztiegelfabrik schloß 1940.

Nach 4 km passieren wir die Staustufe Jochenstein und vor uns ragt der Jochensteinfelsen aus der Donau. Er soll der Sitz der Donaunixe „Isa“, einer Schwester der Loreley, sein. Bald erreichen wir die Donauschlinge Schlögen. Hier wechseln wir in Au mit der Fähre zum anderen Donauufer, da es auf der linken Seite keine Wege oder Straßen gibt. Allerdings wechseln wir nach kurzer Strecke, bei Innzell erneut per Fähre das Ufer und legen eine Übernachtungspause in Obermühl ein. Häufig macht man sich mit einer am Fähranleger angebrachten Glocke beim Fährmann bemerkbar, der in wenigen Minuten anlandet. Über Feldkirchen und Ottersheim erreichen wir die Stadt Linz.

Die Stadt Linz

In Linz wohnen wir im Steigenberger Hotel. 

Die einstige kleine Römersiedlung Lentia entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einer Stadt mit dem ersten Großbetrieb auf dem europäischen Kontinent. Linz ist heute eine international anerkannte Kulturstadt und ein wichtiges Industrie- und Handelszentrum. Seit 1979 ist die Ars Electronica ein Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft. Höhepunkte sind die Linzer Klangwolke, das Brucknerfest und das Linzer Pflasterspektakel, bei dem internationale Straßenkunst zu erleben ist.

Der riesige mittelalterliche Hauptplatz erinnert an die Barockzeit und das frühindustrielle Linz. Die Dreifaltigkeitssäule aus Salzburger Marmor, eine Pestsäule aus dem 18. Jahrhundert, befindet sich in der Mitte des Hauptplatzes, der zu den schönsten Saalplätzen Österreichs zählt.

Ein Abstecher mit der neu revitalisierten Pöstlingsbergbahn, steilster Schienenbergbahn Europas, bringt uns auf den Pöstlingsberg - dem höchsten Aussichtspunkt über Linz.

Etappe Linz nach Grein 64 km

Wir verlassen Linz über die Nibelungenbrücke gelangen zum nördlichen Ufer und tauchen wieder in ländliche Regionen ab. Südlich von Gusen erhebt sich ein 12 Meter hoher Hügel - die Berglitzl“, ein Denkmal urzeitlicher Besiedlungsgeschichte. Hier befand sich bis 12.000 v.Chr. das Jagdlager einer späteiszeitlichen Jägergruppe und damit die älteste nachweisliche Siedlung Oberösterreichs.

Die Donaugebiete sind häufig von Hochwasser gefährdet und auch Passau wurde schon heimgesucht. Daher hat man im Machland - ein Gebiet etwa von Mauthausen bis St. Nikola - begonnen, Schutzdämme zu bauen und 252 Häuser abgesiedelt. Die nun freien Flächen sind wieder Auenlandschaften geworden und können bei Hochwasser überflutet werden, was Schutz für die Menschen und ein enormer Gewinn für die Natur ist.

Wir fahren durch diese schöne Auenlandschaft und erreichen unseren nächsten Übernachtungsort Grein.

Schloss Greinburg mit seinem Schiffahrtsmuseum und die Stillensteinklamm gehören zum Ausflugsprogramm. Grein am Eingang des Strudengaus war lange Zeit, bedingt durch die Gefährlichkeit der Strecke, Lotsenstation und Warenumschlagplatz.

Etappe Grein nach Melk 50 km

Von Grein aus setzen wir über auf das Südufer und freuen uns über jeden Schatten spenden Baum, da es sehr heiß geworden ist. In Pöchlarn nutzen wir die Gelegenheit das Oskar Kokoschka-Geburtshaus zu besichtigen und genießen die angenehme Kühle des Gebäudes. Nach wenigen Kilometern erreichen wir Melk und quartieren uns im Rathauskeller ein. Das Benediktinerkloster, ein monumentaler barocker Prachtbau, trohnt hoch über Melk und ist ein lohnenswertes Ziel. Im Inneren sehen wir Deckenfresken ijm Marmorsaal und die Bilbliothek umfasst 100.00 Bände. Im Gartenpavillon findet ein Kunstprojekt statt „Was die Zukunft bringt - Ein Dialog der Tiere“

Etappe Melk nach Tulln 51 km

Wir bleiben am Südufer und fahren durch Österreichs bekannte Weinregion, die Wachau. In Hundsheim übernachten wir auf einem Weingut und erleben eine weitere Renaturierung der Auenlandschft im Mündungsgebiet der Traisen zwischen Krems und Tulln. Am Treppelweg der Donau bestimmen 2 Kraftwerke das Bild: Das thermische Kraftwerk Dürnrohr und das Atomkraftwerk Zwentendorf, dass nie in Betrieb genommen wurde. Heute ist dort eine Photovoltaikanlage installiert worden. Am Horizont sehen wir die Ausläufer des Wienwaldes.

Tulln

In Tulln ist Station im B&B Hotel Römerhof. Ein Legionär empfängt uns an der Rezeption. Sehenswert ist Hundertwassers Schiff „Regentag“, die Aulandschaft Garten Tulln mit Baumwipfelweg und der Nibelungenbrunnen. Er ist eine Gestaltung der Szene „Begegnung von Kriemhild, der Burgunderkönigin, und dem Hunnenkönig Etzel in Tulln“. An Museen bieten sich das Egon Schielemuseum, das Niederösterreichisches Feuerwehrmuseum und das Römermuseum Tulln an. Die Reiterstatue Mark Aurels, ein überlebensgroßes Bronzestandbild (Kopie, das Original steht in Rom) des römischen Kaisers Mark Aurel, sehen wir am Donauufer. Bekannt sind auch Veranstaltungen auf der Donaubühne.

Nun sind es nur noch etwa 40 km bis Wien, Unser Quartier ist das Motel One am Wiener Westbahnhof, von dem wir die Rückreise antreten werden

Wien

Wien, liegt im Osten des Landes an der Donau und ist die Hauptstadt Österreichs. Ihr künstlerisches und intellektuelles Erbe wurde von Bewohnern wie Mozart, Beethoven und Sigmund Freud geprägt. Die Stadt ist auch bekannt für kaiserlichen Paläste wie das Schloss Schönbrunn, die Sommerresidenz der Habsburger. Im MuseumsQuartier sind in historischen und modernen Gebäuden unter anderem Werke von Egon Schiele und Gustav Klimt zu sehen.

Ausflug zur Seegrotte Hinterbrühl

1912 wurde durch ein gewaltiges Naturereignis diese Seegrotte geschaffen. Im damaligen Gipswerk wurde eine Sprengung durchgeführt und es strömten 20 Millionen Liter Wasser in die Stollen und es wurde der größte unterirdische See Europas gebildet.

Wahrend des 2. Weltkrieges wurden hier Flugzeuge gebaut und Zeugnisse davon sind in der Höhle noch vorhanden. Der Besucherer hält Einblick in die damalige Bergwerksarbeit und unternimmt eine Bootsfsfahrt auf dem unterirdischen See.